Geschäftsbericht

MVV Energie bilanziert Verlust und peilt Zuwächse an

Der Mannheimer Energieversorger hat für das Geschäftsjahr 2003/04 wie erwartet einen Verlust bilanziert, den Konzernchef Schulten mit Einmalaufwendungen für den Konzernumbau und eine Bereinigung des Portfolios begründete. Das Defizit beläuft sich auf 44 Millionen Euro.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Mannheim (red) - Das europaweit tätige Energieverteilungs- und Dienstleistungsunternehmen MVV Energie AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 erwartungsgemäß ein negatives Jahresergebnis erzielt. Grund dafür sind laut Vorstandschef Dr. Rudolf Schulten Einmaleffekte aus der Restrukturierung des Konzerns.

Das Unternehmen hat bei einem um 15 Prozent von 1,44 auf 1,65 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz ein um die einmaligen Sondereffekte bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT) von 97 Millionen Euro gegenüber 121 Millionen Euro erzielt. Nach Abzug aller Zinsen, Steuern und Fremdanteile ergibt sich für das letzte Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag von 44 Millionen Euro. Laut Schulten sei damit die "strategische Neuausrichtung, insbesondere durch die Fokussierung des Beteiligungsportfolios auf das profitable Kerngeschäft, sowie die Neuorganisation des Konzerns" abgeschlossen. Für das Geschäftsjahr 2004/05 kündigte er ein operatives Ergebnis (EBIT) von 150 Millionen Euro und eine Erhöhung des Umsatzes auf 2,0 Milliarden Euro an.

Dr. Schulten kündigte an, dass der Vorstand vor dem Hintergrund des hohen Gewinnvortrags aus dem Geschäftsjahr 2002/03 die Auszahlung einer unveränderten Dividende von 0,75 Euro pro Aktie vorschlagen werde.