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MVV Energie AG veräußert GVS-Anteile

Auch der Mannheimer Energieversorger MVV hat sein Anteile (26,25 Prozent) an der Gasversorgung Süddeutschland an das Joint Venture aus der Karlsruher EnBW und der italienischen ENI veräußert. Gewinn: 140 Millionen Euro. Nun will sich die MVV im Gasbereich auf die Verteilung an Endkunden konzentrieren. Zudem sind Investitionen in neue Energien geplant.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Die MVV Energie AG, ein europaweit tätiges Energieverteilungs- und Dienstleistungsunternehmen, wird ihre Anteile an der Gasversorgung Süddeutschland (GVS) an ein Konsortium aus EnBW und ENI veräußern. Für den Anteil von 26,25 Prozent an der GVS erhält die MVV Energie AG insgesamt 189 Millionen Euro.

Die Übertragung der Anteile und die Kaufpreiszahlung erfolgt jedoch erst im nächsten Geschäftsjahr, also nach dem 1. Oktober 2002. Der durch den Verkauf entstehende Buchgewinn ist somit steuerfrei und beträgt für die MVV Energie AG nahezu 140 Millionen Euro.

Die MVV Energie AG will sich mit dem Verkauf der Anteile an dem Ferngasversorger auf ihr Kerngeschäft im Gasbereich, die Verteilung an Endkunden, fokussieren. Die Liberalisierung am Energiemarkt, die auch den Gasmarkt erfasst hat, erforderte nun eine strategische Neuausrichtung. Mit der Einigung über die Bedingungen der zukünftigen Geschäftsbeziehungen sicherte sich die MVV Energie AG ihre Position im Gasverteilungsgeschäft und wird somit auch künftig ein bedeutender Partner der Gasversorgung Süddeutschland sein. Die erlösten Mittel sollen somit auch für weitere Akquisitionen von kommunalen Verteilern oder Investitionen in erneuerbare Energien eingesetzt werden.