Bilanz

MVV Energie AG erreicht Ergebnisziel

Der fünftgrößte deutsche Energieversorger MVV Energie AG hat gestern in Mannheim sein vorläufiges Jahresergebnis bekanntgegeben. Der Umsatz erhöhte sich um ein Prozent von 1,679 auf 1,695 Milliarden Euro. Der bereinigte Jahresüberschuss nach Fremdanteilen stieg um neun Prozent von 23 auf 25 Millionen Euro.

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Das europaweit tätige Energieverteilungs- und Dienstleistungsunternehmen MVV Energie AG (Mannheim) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002/03 seine Ziele für das operative Ergebnis (EBIT) erreicht. Wie der Vorsitzende des Vorstands des fünftgrößten deutschen Stromversorgers, Dr. Rudolf Schulten, bei der Bekanntgabe des vorläufigen Jahresergebnisses gestern mitteilte, konnte das Unternehmen sein um Sondereffekte bereinigtes EBIT gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf 121 Millionen Euro steigern.

Der Umsatz erhöhte sich um ein Prozent von 1,679 auf 1,695 Milliarden Euro. Der bereinigte Jahresüberschuss nach Fremdanteilen stieg um neun Prozent von 23 auf 25 Millionen Euro. Der Energiekonzern konnte damit nach den Worten von Dr. Rudolf Schulten "trotz des sehr schwierigen Marktumfeldes und hoher eigener Investitionen vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien und damit in zukünftiges organisches Wachstum sein Ergebnis weiter steigern. Das ist eine gute Ausgangslage für die zu erwartende Verschärfung des Wettbewerbs im Energiegeschäft."

Dr. Rudolf Schulten hatte am 1. Oktober 2003 den Vorstandsvorsitz von Roland Hartung übernommen, der nach 15 Jahren an der Spitze des Unternehmens aus Altersgründen ausgeschieden ist. Schulten will auch in den kommenden Jahren den Wachstumskurs konsequent fortsetzen und sich dabei noch stärker auf das stabile Kerngeschäft als Verteilungsunternehmen in Verbindung mit aussichtsreichen kerngeschäftsnahen Dienstleistungen konzentrieren.

Im Stromgeschäft konnte das bereinigte EBIT vor allem durch höhere Umsätze im Privat- und Geschäftskundenbereich (plus 34 Prozent) um 15 Prozent auf 30 Millionen Euro gesteigert werden. Im Wärmesegment stammt die Zunahme des bereinigten operativen Ergebnisses um drei Prozent auf 39 Millionen Euro hauptsächlich von den erstmals ganzjährig einbezogenen tschechischen und polnischen Beteiligungsgesellschaften. Das Gasgeschäft weist beim EBIT ohne Berücksichtigung der GVS-Erträge einen Zuwachs um fünf Prozent auf 23 Millionen Euro auf.