Effizient und moderierend

MVV-Chef Hartung für "schlanke Regulierung"

"Der Regulator kann dann sinnvoll sein, wenn er seine Aufgabe effizient, moderierend und mit einem zeitlich befristeten Mandat wahrnimmt und sich auch für konstitutive Wettbewerbselement einsetzt, wie etwa verbesserte Bedingungen beim internationalen Stromhandel." Mit diesen Worten sprach sich der Chef der MVV Energie AG für eine schlanke Regulierung aus.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Der Vorsitzende des Vorstands des europaweit tätigen Energieverteilungs- und Dienstleistungsunternehmens MVV Energie AG, Roland Hartung, hat sich bei der anstehenden Entscheidung der Bundesregierung für "eine schlanke Regulierung" im Bereich der Energiewirtschaft ausgesprochen. Auf dem diesjährigen Symposium des International Students Committee (ISC) betonte der Chef des Mannheimer Energieunternehmens heute im schweizerischen St. Gallen, dass dies sowohl für die personelle Ausstattung der Aufsichtsbehörde als auch für die Regulierungstiefe gelten müsse.

Roland Hartung: "Der Regulator kann dann sinnvoll sein, wenn er seine Aufgabe effizient, moderierend und mit einem zeitlich befristeten Mandat wahrnimmt und sich auch für konstitutive Wettbewerbselement einsetzt, wie etwa verbesserte Bedingungen beim internationalen Stromhandel." Eine solche ex-ante Aufsicht müsse betriebswirtschaftliche Vernunft walten lassen und notwendige Investitionen in die Netzinfrastruktur ermöglichen, um das hohe Niveau der Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Das seit 1970 jährlich vom ISC, einer von Studierenden der Universität St. Gallen und der Harvard University ins Leben gerufenen non-profit Initiative, veranstaltete Symposium ist nach den Worten der Organisatoren "ein internationales Forum des offenen, konstruktiven Dialogs und des freien Gedankenaustausches in einer informellen, durch gegenseitiges Vertrauen geprägten Atmosphäre". In diesem Jahr nehmen daran von Donnerstag bis Samstag rund 600 individuell eingeladene, hochkarätige Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, 250 Studenten verschiedenster Nationen und Kulturen sowie 150 Medienvertreter teil.