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MVV baut Biomasse-Kraftwerk in Königs Wusterhausen

Der Mannheimer Energieversorger MVV hat mit dem Bau eines Biomasse-Kraftwerks in Königs-Wusterhausen bei Berlin begonnen. Das Unternehmen plant außerdem vier weitere Kraftwerke.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Mannheimer MVV Energie AG hat die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn ihres Biomasse-Kraftwerks in Königs Wusterhausen bei Berlin erhalten. Auf dieser Grundlage haben die Bauarbeiten bereits begonnen. Ab Sommer 2003 soll das hochmoderne Kraftwerk Strom aus Holz für 55 000 Haushalte erzeugen.

Holzbeschaffung und Logistik wird gemeinsam mit der Berliner Firma ALBA AG realisiert. Für die Verbrennung des Altholzes wurde modernste Anlagentechnik ausgewählt, die elektrische Leistung beträgt 20 Megawatt. Die Investitionskosten betragen nahezu 50 Millionen Euro. Steht das Biomasse-Kraftwerk, sollen jährlich bis zu 160 000 Tonnen Holz verfeuert werden. Wie das Unternehmen herausgefunden hat, fallen etwa zehn Millionen Tonnen Rest- und Altholz pro Jahr in Deutschland an.

Die MVV Energie AG plant zudem, in den kommenden zwei Jahren vier weitere Biomasse-Anlagen in Betrieb zu nehmen. In Mannheim, Flörsheim-Wicker und Misburg werden Kraftwerke mit einer Leistung zwischen 15 und 20 Megawatt entstehen. Noch im ersten Halbjahr dieses Jahres wird in Verbindung mit der Möbelfabrik Hukla im südbadischen Gengenbach das erste Heizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 2,7 Megawatt in Betrieb gehen. Insgesamt will die MVV ein Investitionsvolumen von bis zu 250 Millionen Euro in Biomassekraftwerke investieren.