Potenzial nicht ausgeschöpft

MV-Minister hält Ökostrom-Anteil von 50 Prozent für realistisch

Mecklenburg-Vorpommern will den Anteil regenerativer Energien massiv erhöhen und mittelfristig die Hälfte des Stroms aus Wind, Wasser und Sonne erzeugen. Schon jetzt liegt das nordöstliche Bundesland deutlich über dem Bundesdurchschnitt, weil seine Potenziale aber noch besser ausschöpfen.

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Wietow (ddp-nrd/sm) - Die Hälfte des Stroms aus Mecklenburg-Vorpommern soll künftig über regenerative Energien erzeugt werden. Dieser Anteil an der Nettostromerzeugung im Nordosten sei "mittelfristig durchaus realistisch", sagte Umweltminister Wolfgang Methling (PDS) anlässlich der 7. Solarkonferenz des Landes gestern in Wietow (Kreis Nordwestmecklenburg).

Zwischen 1997 und 2002 habe die Quote bereits von 5,9 Prozent auf 23,7 Prozent gesteigert werden können. Beim Stromverbrauch im Nordosten sei der Ökostrom-Anteil im gleichen Zeitraum von 3,6 Prozent auf 20,9 Prozent geklettert.

Mecklenburg-Vorpommern liege damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt, die Potenziale im Land seien aber "bei weitem nicht ausgeschöpft", sagte Methling. Großes Potenzial gibt es seiner Ansicht nach vor allem noch im privatwirtschaftlichen Bereich. Der Umweltminister forderte Eigenheimbesitzer und Wirtschaftsunternehmen auf, dem Beispiel öffentlicher Einrichtungen zu folgen und die Strahlen der Sonne zu nutzen. Allein in kirchlichen Einrichtungen wurden den Angaben zufolge in den vergangenen drei Jahren über 40 Solarprojekte realisiert.

Im laufenden Jahr stellt das Schweriner Umweltministerium nach eigenen Angaben knapp 4,5 Millionen Euro zur Förderung von Klimaschutzmaßnahmen bereit.