Gesetzliche Grenzwerte

Müller: Kohlekraftwerk darf Mensch und Umwelt nicht gefährden

Saarlands Ministerpräsident Peter Müller (CDU) will den Neubau des 1600-Megawatt-Steinkohlekraftwerks in Ensdorf nur genehmigen, wenn Gefahren für Mensch und Umwelt ausgeschlossen sind. Man werde sich dabei an den gesetzlichen Grenzwerten orientieren, sagte er der "Saarbrücker Zeitung".

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Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Die Investitionen des Energiekonzerns RWE Power seien "ein Stück Anerkennung der Standort-Qualität". Das Land sei "immer Energie-Exportland" gewesen, diese Wertschöpfung müsse "auch weiter im Lande" stattfinden, betonte der Ministerpräsident. Man brauche ein "Höchstmaß an Umweltschutz und eine Energieversorgung, die vor dem Hintergrund der Klimakatastrophe die Weichen in die richtige Richtung stellt".

Nach den Plänen des Essener Energiekonzerns wird in Ensdorf eine 1600 Megawatt starke Doppelblockanlage für rund zwei Milliarden Euro errichtet. Das Kraftwerk soll spätestens 2012 ans Netz gehen, teilte das Unternehmen in der vergangenen Woche mit. RWE betonte, durch das Bauprojekt würden mehr als 350 neue Arbeitsplätze entstehen.