Reaktion auf angebliche Äußerungen

Müller: Kein Abrücken vom Kohleausstieg im Saarland

Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) und der Chef der Deutschen Steinkohle AG (DSK), Bernd Tönjes, haben angebliche Äußerungen zur Kohle-Strategie des Saarlandes zurückgewiesen. Eine Zeitung hatte berichtet, dass Müller die längere Nutzung des Bergwerkes Saar gefordert habe.

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Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Es "gab und gibt kein Abrücken" von der Forderung nach einem schnellstmöglichen sozialverträglichen Ausstieg aus dem Kohlebergbau im Saarland, sagte Müller. Auch Tönjes betonte, die saarländische Landesregierung sei immer für einen schnellstmöglichen Ausstieg eingetreten.

Beide reagierten damit auf einen Bericht der "Saarbrücker Zeitung" (Donnerstagsausgabe), wonach Müller den DSK-Chef aufgefordert haben soll, das Bergwerk Saar als eines der betriebswirtschaftlich kostengünstigsten möglichst lange geöffnet zu lassen und erst als einen der letzten Standorte zu schließen. Das sei "blanker Unsinn", hieß es dazu in einer Stellungnahme der Staatskanzlei, in der Müller Tönjes auforderte, diese ihm "unterstellte Aussage" richtigzustellen.

Auch Tönjes wies den Bericht daraufhin als "Falschmeldung" zurück. Dass sich Müller bei ihm für einen längeren Betrieb eingesetzt habe, "trifft eindeutig nicht zu", sagte der DSK-Chef im Saarländischen Rundfunk. Vielmehr sei bekannt, dass Müller sich "als einer der Ersten für das Auslaufen des deutschen Steinkohlebergbaus stark gemacht" habe. Tönjes fügte hinzu, er werbe für einen langfristigen Steinkohlebergbau an der Saar, müsse aber natürlich akzeptieren, dass der Gesetzgeber eine andere Entscheidung getroffen habe.