Müller gegen Förderung von Ökostrom und Kraft-Wärme-Kopplung

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Gesetzentwurf der Bundestagsfraktionen von SPD und Grünen zu den Vergütungssätzen für die Einspeisung von Ökostrom, wonach künftig Strom aus Windenergie mit 17,8 Pfennig pro Kilowattstunde, Strom aus Biomasse zwischen 17 und 20 Pfennig und Solarenergie sogar mit 99 Pfennig je Kilowattstunde vom Erzeuger abgerechnet werden darf, wird vom Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) nicht gebilligt. Dies berichtet die "Berliner Zeitung".


Müller wehre sich auch gegen die geplante Quote für Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Der Minister lehne diese Fördermodelle ab, weil sie den freien Wettbewerb am deutschen Strommarkt beschränkten und eine subventionsfreie Energiepolitik für ihn wichtig sei. Die wegen dieser Maßnahmen zu erwartende Verteuerung der Strompreise in Deutschland - geplant ist eine Umlagefinanzierung, die den Strompreis um ungefähr 0,2 Pfennig erhöhen wird - lehne Müller mit der Begründung ab, für Stromkonzerne und Großverbraucher entstünden auf diesem Wege unzumutbare Belastungen, während der Ökostrom eine wettbewerbsverzerrend hohe Förderung erhalte.


Weitere Informationen bei der "Berliner Zeitung".