Kohleabbau

Müller fordert Konzept zur Vermeidung von Erderschütterungen

Saarlands Ministerpräsident Peter Müller (CDU) fordert von der Deutschen Steinkohle AG (DSK) ein klares Konzept zur Vermeidung von Erderschütterungen. Sollte die DSK dazu nicht in der Lage sein, müsse geprüft werden, ob der Kohleabbau in der jetzigen Form aufrechterhalten werden könne.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Zugleich kündigte Müller Gespräche mit allen Beteiligten an. Ziel könnte eine regionale Kohlekonferenz sein, die den Auslaufprozess der Kohleförderung an der Saar verbindlich vereinbart.

Müller verwies darauf, dass das Bergamt die DSK in der vergangenen Woche aufgefordert hatte, bis heute ein Konzept zur Vermeidung der Anzahl und der Intensität der bergbaubedingten Erschütterungen vorzulegen. Ansonsten sei zu prüfen, ob die Voraussetzung für den Abbau in der Primsmulde Süd noch gegeben sind. Alleine in diesem Jahr habe es rund 30 Erschütterungen gegeben. Drei Beben im November hätten jeweils den Wert 3 auf der Richterskala erreicht.

Noch in dieser Woche will die Landesregierung Müller zufolge Gespräche mit Vertretern der DSK, des Betriebsrats, der Gewerkschaft IG BCE, den Bergbaubetroffenen und der Kraftwerke über das weitere Vorgehen führen. Ziel sei es, einen tragfähigen Kompromiss zu finden. Dies sei aber nur möglich, wenn beide Seiten von ihren Maximalforderungen abrückten, sagte Müller.

Sollte dies gelingen, könnte eine regionale Kohlekonferenz ein Ausstiegsszenario entwickeln. Alle Beteiligten müssten schnellstmöglich Klarheit haben, unterstrich Müller.