Motivation zum Umstieg

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
"Solar-Kommune" heißt die neue Kampagne der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Solarstrom AG (SAG), mit der mehr Kommunen zu einem Umstieg auf Solarstrom bewegt werden sollen. Vor allem der Bau von Solarkraftwerken in Städten und Gemeinden solle vorangetrieben werden. Dazu ständen Finanzierungs- und Beratungsangebote bereit, sagte DUH-Geschäftsführer Jörg Dürr-Pucher.


Er erklärte: "Wir setzen mit der Initiative bewusst einen Kontrapunkt. Auf dem Strommarkt gibt es wichtigere Merkmale als den Preis, nämlich zum Beispiel den der Umweltverträglichkeit." Bis Ende 2000 sollen mehr als 100 Kommunen dafür gewonnen werden. Sie könnten sich auf Wunsch ein Solarkraftwerk von der SAG planen, bauen und betreiben lassen. Dann müssten sie sich aber verpflichten, über eine festgelegte Laufzeit Strom aus der Anlage abzunehmen. Ist das Kraftwerk abgeschrieben, geht es in den Besitz der Kommune über. Der erzeugte Strom muss dabei vorwiegend im Ort verbraucht werden, zu mindestens fünf Prozent auch von kommunalen Einrichtungen. Für den Kraftwerksbau nimmt die SAG Fördergelder des 100.000-Dächer-Programms der Bundesregierung in Anspruch.


Mit Hilfe der Kampagne sollen auch Bürger und örtliche Unternehmen für den Solarstrom gewonnen werden. "Es wird das gute Gefühl gefördert, in einer zukunftsfähigen Stadt oder Gemeinde zu leben", sagte der DUH-Vorsitzende.