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Riss entdecktDas Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) stabilisiert eine leerstehende Kammer im Atommüllendlager Morsleben mit Spezialbeton. Dies soll verhindern, dass sich größere Mengen Salzgestein von der Decke lösen können, wie ein BfS-Sprecher mitteilte. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Anfang 2011 dauern.
Salzgitter/Morsleben (ddp/red) - In den vergangenen Jahren waren im Endlager Morsleben mehrfach tonnenschwere Salzbrocken aus Zwischendecken herabgestürzt. In der Kammer war 2009 ein Riss entdeckt worden. Da denkbar sei, dass sich auch größere Mengen von bis zu mehreren Tausend Tonnen Salzgestein lösen könnten, habe sich das BfS zur Verfüllung des Hohlraums mit Salzbeton entschieden. Zwei benachbarte kleinere Kammern würden ebenfalls mit Salzbeton verfüllt.
Die Arbeiten dauerten voraussichtlich bis Anfang 2011, hieß es. Das laufende atomrechtliche Stilllegungsverfahren für Morsleben ist davon nicht betroffen.
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Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nimmt die Bedenken gegen die Schließungspläne für das Atommülllager Morsleben ernst und will sich ausführlich damit auseinandersetzen.
Über die Einwendungen werde bei öffentlichen Veranstaltungen und einem atomrechtlichen Erörterungstermin diskutiert, kündigte die Behörde am Montag an.
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Umweltschützer haben am Montag über Stunden das Atommüllendlager Morsleben besetzt. Vier Atomgegner waren am Morgen mit einer Leiter über den Sicherheitszaun geklettert, wie ein Polizeisprecher auf ddp-Anfrage sagte. Zwei der Aktivisten hätten an einem Abwetterschacht ein Transparent mit der Aufschrift "Stoppt das dreckige Atomgeschäft" entrollt.
Im Atommüll-Zwischenlager Gorleben ist es am Wochenende zu einer Störung am Überwachungssystem eines Castorbehälters gekommen. Die defekten Bauteile seien ausgetauscht worden, der Defekt ist am Sonntagmorgen aber erneut aufgetreten.
Der am Wochenende von Union und FDP vereinbarte Koalitionsvertrag beinhaltet Weichenstellungen zum Umgang mit Atommüll und berührt damit auch wichtige Fragen für Niedersachsen. Nach dem Willen der Koalitionäre soll das Moratorium zur Erkundung des Salzstocks Gorleben als Endlager "unverzüglich" aufgehoben werden.Strompreise vergleichen
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