Bundesweit

Morgen: Tag der erneuerbaren Energien

In ganz Deutschland können sich Interessierte morgen vor Ort davon überzeugen, dass Anlagen, die mit Sonne, Wind, Wasser, Biomasse oder Erdwärme betrieben werden, zuverlässig funktionieren und längst zu Standardprodukten gereift sind. Allein in Nordrhein-Westfalen öffnen 350 Haushalte ihre Türen für Besucher.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Der 30. April ist bundesweit der "Tag der erneuerbaren Energien". Allein in Nordrhein-Westfalen öffnen am Samstag knapp 350 Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen ihre Türen für Besucher, damit energiesparende Heizungen, Solardächer oder Anlagen zur Erdwärmenutzung besichtigt werden können. Auf Bauernhöfen erläutern Landwirte die Gewinnung von Biogas. Die Aktion soll die Alltagstauglichkeit der Nutzung alternativer Energien demonstrieren.

In diesem Zusammenhang bekräftigte Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien, den Willen der Branche, bis zum Jahr 2020 mehr als zwanzig Prozent des deutschen Bedarfs an Strom, Wärme und Treibstoffen zu decken. "Bis zum Jahr 2020 werden in Deutschland bis zu 200 Milliarden Euro an Investitionen in erneuerbare Energien getätigt. Gleichzeitig werden die Kosten weiter massiv gesenkt, mehr als 500.000 Arbeitsplätze geschaffen und Schäden an Umwelt und Klima vermieden."

Angelika Brunkhorst, Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für erneuerbare Energien, wies indes darauf hin, dass die regenerativen Energien in einem Miteinander mit den konventionellen Energiequellen gesehen werden müssen. Die große Chance für den Klimaschutz liege gerade in der Kombination von Kernenergie und Strom aus erneuerbaren Quellen.

In seinem Beitrag zu den morgigen Aktionen, bezog sich Umweltminister Jürgen Trittin auf eine forsa-Umfrage, die das Bundesumweltministerium anlässlich des morgigen Tages in Auftrag gegeben hat. "Das Ergebnis der Umfrage zeigt, wie groß die Unterstützung für die Energiewende ist. Unser Kurs, weg von Atom und Öl und hin zu sauberen Energien aus Sonne, Wasser und Wind, wird von einer breiten Mehrheit in der Bevölkerung getragen." Laut Umfrage sind 62 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Förderung der erneuerbaren Energien sogar noch weiter verstärkt werden sollte. In ganz Deutschland könne sich die Öffentlichkeit morgen vor Ort davon überzeugen, dass die Anlagen, die mit Sonne, Wind, Wasser, Biomasse oder Erdwärme betrieben werden, zuverlässig funktionieren, längst zu Standardprodukten gereift und zu einer wichtigen Säule der deutschen Energiewirtschaft geworden sind.

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