Bilanzpressekonferenz

Morgen: Marktbeobachter erwarten RWE-Ausblick mit Spannung

Die Bilanzpressekonferenz von RWE morgen in Essen wird nicht nur von den Analysten mit Spannung erwartet. Neben Informationen zu den Folgen der Entscheidungen der RegTP und zur Verteilung der Emissionsrechte wird RWE-Chef Roels auch Fragen zu den jüngsten Personalveränderungen beantworten müssen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp/sm) - Auf der Bilanzpressekonferenz von Deutschlands größtem Energiekonzern RWE erwarten Marktbeobachter am Donnerstag in Essen erstmals Äußerungen zum laufenden Geschäftsjahr. Von Interesse dürften dabei auch Informationen zu den Folgen der Entscheidungen der Regulierungsbehörde und zur Verteilung der Emissionsrechte für das Geschäft sein. Außerdem wird der Vorstandsvorsitzende Harry Roels etliche Fragen zu den jüngsten Personalveränderungen im Konzern und den wichtigsten Töchtern zu beantworten haben.

Einzelheiten zur Dividende gab RWE bereits am Dienstag bekannt. Demnach soll die Ausschüttung gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent auf 1,50 Euro steigen. Damit hatte RWE die Erwartungen übertroffen. Wenig Überraschungen sind hingegen bei der Bilanz 2004 zu erwarten. RWE wird sowohl über eine Steigerung beim operativen Ergebnis als auch beim Nettogewinn berichten können, sind sich Analysten sicher.

Sie rechnen im Durchschnitt mit einem Nettogewinn, der sich auf 2,15 Milliarden Euro mehr als verdoppelt haben könnte. Auf vergleichbarer Basis ohne die Firmenwertabschreibungen wäre damit ein Zuwachs von etwa elf Prozent erreicht. Falls sich diese Schätzung bestätigt, hätte RWE damit auch die eigene, im November leicht herabgesetzte Prognose von zehn Prozent erreicht.

Beim Betriebsergebnis rechnen die Analysten im Mittel mit einem Plus von acht Prozent auf 5,99 Milliarden Euro. RWE selbst hatte noch im November ein Plus im einstelligen Bereich in Aussicht gestellt. Beim Umsatz gehen die Marktbeobachter hingegen im Durchschnitt von einem Rückgang von 43,9 Milliarden Euro im Vorjahr auf 41,3 Milliarden Euro aus.