Geplanter Castor-Transport

Mörsdorf: "Ich lehne Transporte mit Regelzügen strikt ab"

Nächste Woche soll ein neuer Castor-Transport durch das Saarland ziehen. Umweltminister Mörsdorg spricht sich dabei jedoch gegen einen Regelzug aus.

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Der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf hat heute Pressemeldungen bestätigt, wonach kommende Woche ein Castor-Transport durch das Saarland durchgeführt werden soll. "Ich lehne diesen Transport strikt ab, da er mit einem Regelzug erfolgen soll. Dies steht der ursprünglichen Ankündigung von Bundesumweltminister Trittin vor Wiederaufnahme der Atommülltransporte entgegen, wonach diese nur noch mit Sonderzügen erfolgen würden. Dies ist nicht akzeptabel."

Mörsdorf hat heute Trittin daher per Telefax aufgefordert, auf den geplanten Transport mit Regelzügen zu verzichten. Dabei teilt der saarlänische Umweltminister die ablehnende Haltung der saarländischen Innenministerin Annegret Kramp-Karrenbauer gegen die von Trittin ins Gespräch gebrachte Alternativstrecke von Trier über Merzig – Dillingen – Saarlouis – Völklingen – Saarbrücken nach Forbach. Atommüll aus norddeutschen Kernkraftwerken, so Mörsdorf, solle direkt von einem norddeutschen Hafen aus per Schiff transportiert werden. Insbesondere bei Transporten in die britische Wiederaufbereitungsanlage Sellafield sei es nicht sinnvoll, Atomabfälle durch halb Europa mit der Bahn zu fahren, um sie dann in Frankreich zu verschiffen.