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Modernisierungspotenzial: Schritt für Schritt zum Energieausweis

Der Energieausweis bewertet den Zustand von Wänden, Fenstern, Dach und Heizung und gibt Aufschluss über den Energieverbrauch einer Immobilie. Individuelle Modernisierungsempfehlungen zeigen, wie der Energieverbrauch reduziert werden kann. Die dena empfiehlt vier Schritte auf dem Weg zum Energieausweis.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Für Eigentümer lohnt sich der bedarfsbasierte Energieausweis als Orientierungshilfe und optimale Basis für den Einstieg in die energetische Modernisierung", sagt Felicitas Kraus, Bereichsleiterin bei der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).

1. Fachmann finden

Einen qualifizierten Energieausweis-Aussteller finden Eigentümer in der Aussteller-Datenbank der dena unter www.dena-energieausweis.de: Einfach Postleitzahl eingeben und sich einen Fachmann in der Umgebung anzeigen lassen. Auch Architekten-, Ingenieur- und Handwerkskammern leisten Hilfe bei der Suche nach qualifizierten Ausstellern.

2. Mit dem Fachmann beraten

Welcher Energieausweis eignet sich am besten für meinen Zweck: Verbrauchs- oder Bedarfsausweis? Wie viel kostet ein Energieausweis? Wie verläuft die Erstellung eines Energieausweises? In einem persönlichen Gespräch klärt der Aussteller gemeinsam mit dem Hausbesitzer dessen Wünsche und die Vorgehensweise ab und beantwortet Fragen zum Energieausweis. Die dena empfiehlt bei Wohngebäuden den Bedarfsausweis.

3. Energie-Check vor Ort

Grundriss, Baupläne, Abrechnungen - vorhandene Unterlagen liefern dem Aussteller erste Hinweise zum energetischen Zustand des Gebäudes. Zum Beispiel zur Qualität der verarbeiteten Baumaterialien, zur Wärmedämmung oder zum Heizungssystem. Soll ein Verbrauchsausweis ausgestellt werden, müssen die Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre vorliegen. Um fehlende Daten zu ergänzen und energetischen Schwachstellen besser auf die Spur zu kommen, ist es ratsam, dass der Fachmann das Haus vor Ort prüft - sowohl beim Bedarfs- als auch beim Verbrauchsausweis.

4. Persönliche Übergabe

Liegen dem Energieausweisaussteller alle notwendigen Daten vor, beginnt die Berechnung am Computer. Ist der Ausweis fertig, sollte er dem Hausbesitzer persönlich übergeben werden. So kann der Aussteller die Details erläutern und das mögliche weitere Vorgehen bei der Modernisierung direkt besprechen.

Der Energieausweis für Bestandsgebäude wird ab 1. Juli 2008 schrittweise Pflicht bei Vermietung, Verkauf oder Verpachtung einer Immobilie.