Bau eines GuD-Kraftwerks

Mitsubishi HiTec Paper Bielefeld und Stadtwerke Bielefeld schließen Energiepartnerschaft

Auf dem Werksgelände von Mitsubishi HiTec Paper werden die Stadtwerke Bielefeld bis 2005 ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk errichten, das gleichzeitig Strom und Prozessdampf für die Produktionsprozesse liefert. In einer Gasturbine werden voraussichtlich jährlich etwa 360 Millionen Kilowattstunden Wärme und fast 240 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Eine umfassende und langjährige Energiepartnerschaft wollen Mitsubishi HiTec Paper (MPB) und die Stadtwerke Bielefeld eingehen. Auf dem Werksgelände von MPB, einem großen Hersteller von Spezialpapieren, soll bis 2005 ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk entstehen, das gleichzeitig Strom und Prozessdampf für die Produktionsprozesse bei MPB liefert. Das Investitionsvolumen für die Anlage, deren Bau nach Vorliegen aller Genehmigungen noch in diesem Jahr beginnen soll, liegt bei etwa 33 Millionen Euro.

Das Werk in Hillegossen wird bereits seit dem 19. Jahrhundert durch unternehmenseigene Anlagen mit Energie versorgt. 1870 ging der erste Dampfkessel in Betrieb. Weil das Unternehmen sich auf das Kerngeschäft der Papiererzeugung und –veredelung konzentrieren möchte und das vorhandene Kraftwerk an die Grenze seiner technischen Lebensdauer gelangt ist, hat MPB einen kompetenten Energiepartner zur langfristigen Absicherung der Energieversorgung vor Ort gesucht. Im Rahmen der erneuerten Energiepartnerschaft werden die Stadtwerke Bielefeld auf dem MPB-Betriebsgelände in Bielefeld-Hillegossen eine mit Erdgas betriebene GuD-Anlage errichten, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung funktioniert.

In einer Gasturbine mit Abhitzekessel und einer nachgeschalteten Dampfturbine sowie weiteren Dampfkesseln werden voraussichtlich jährlich etwa 360 Millionen Kilowattstunden Wärme und fast 240 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Die Kohlendioxid-Emissionen, die durch den Energiebedarf des Hillegosser Werks verursacht werden, werden sich mit Inbetriebnahme der neuen Anlage um etwa 30 Prozent reduzieren – und das trotz einer geplanten Produktionsausweitung.