Appell

Mit Windkraft gegen den Klimawandel

Der Bundesverband WindEnergie fordert Politiker aller Länder auf, sich weiterhin für einen rasanten Ausbau der Windkraft einzusetzen. Der gelegentlich geäußerte Vorwurf, die Nutzung der erneuerbaren Energien würden den Stromverbraucher und insbesondere die Wirtschaft übermäßig belasten, sei nur ein fadenscheiniges Argument.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Knapp eine Woche vor Beginn des Weltklimagipfels im südafrikanischen Johannesburg fordert der Bundesverband WindEnergie (BWE) e.V. die Politiker auf, sich weiterhin für einen rasanten Ausbau der Windkraft einzusetzen. "Die jüngsten Wetterereignisse in Mitteleuropa haben deutlich gemacht, auf welch dünnem Eis sich die Ignoranten der Klimaveränderung bewegen; vor allem, wenn man bedenkt, dass das Kohlendioxid, das jetzt in der Atmosphäre wirksam wird, aus den Siebzigerjahren stammt", sagt BWE-Präsident Dr. Peter Ahmels.

Es gelte, weitere Länder für eine stärkere Nutzung der Windenergie und der anderen erneuerbaren Energien zu gewinnen. "Dafür bietet Johannesburg die richtige Plattform. Deutschland kann dort dank der Erfolge im eigenen Land glaubhaft vermitteln, dass mit den erneuerbaren Energien größere Mengen an Kohlendioxid eingespart werden können", betont BWE-Präsident Dr. Ahmels. Er warnt die Delegationsteilnehmer vor einer zu zögerlichen Haltung. "Ganz im Gegenteil: Nach den katastrophalen Geschehnissen entlang der europäischen Flüsse muss jetzt erst recht endlich der große Wurf gelingen, und in Johannesburg müssen die richtigen Weichen für einen enormen Ausbau der erneuerbaren Energien weltweit gestellt werden." Der gelegentlich geäußerte Vorwurf, die Nutzung der erneuerbaren Energien würden den Stromverbraucher und insbesondere die Wirtschaft übermäßig belasten, sei dabei nur ein fadenscheiniges Argument. Geht man davon aus, dass durch die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien die Errichtung konventioneller Neuanlagen vermieden wird, gelangt man in der Folge zu durchschnittlichen Kosten je Kilowattstunde Strom in Höhe von derzeit 0,0018 Euro, rechnet Ahmels vor.