Glühlampenverbot

Mit neuem Namen für Glühbirne die Vorschriften ausgetrickst

Ein mittelständischer Glühlampen-Hersteller profitiert vom EU-Verbot der 100-Watt-Birne: Durch eine simple Umbenennung der Birne kann er sie weiter vertreiben – und ist damit der wohl einzige Lieferant Europas.

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Hamburg (red) - Die Walter Schrickel Süddeutsche Glühlampenfabrik nutzt eine Lücke in den EU-Vorschriften und profitiert mit einer simplen Umbenennung von dem Verbot der 100-Watt-Birne. Wie das Wirtschaftsmagazin "impulse" (Ausgabe 5/2010) berichtet, verkauft der Glühlampen Produzent die 100-Watt-Birne als "Allgebrauchslampe für Spezialzwecke". Damit ist das Unternehmen laut "impulse" mittlerweile das einzige in Europa, das solche Glühbirnen liefern kann. Ein lohnendes Geschäft, denn der Preis für eine Birne ist um 98 Cent auf 1,85 Euro im Durchschnitt gestiegen.

Großer Erfolg führt zu Lieferproblemen

Die "Allgebrauchslampe für Spezialzwecke" darf weiterhin 100 Watt haben, wenn sie in Flughäfen, Bahnhöfen, Kühlschränken und Backöfen sowie in wetterfesten Lampen oder in Taxi-Schildern auf den Dächern der Fahrzeuge leuchtet. Der Mittelständler bekommt dem Bericht zufolge aufgrund der großen Nachfrage allmählich Probleme mit seinen Zulieferern, die den Bedarf an Material offenbar kaum noch decken können.