Energiekosten senken

Mit "Kilowattstunden" geizen - Stromspartipps der ASUE

Wie die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. (ASUE) feststellt, wissen nur wenige Verbraucher, was Energie kostet und wie hoch der eigene Verbrauch tatsächlich ist. Daher hat die ASUE die wichtigsten Energiefresser im Haushalt zusammengestellt.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Kaiserslautern (red) - Wer Energiekosten sparen will, muss wissen, wie viele Kilowattstunden Energie wofür verbraucht werden. Die ASUE nennt daher einige Beispiele für die Größenordnungen des Energieverbrauchs.

So sei etwa knapp eine Kilowattstunde nötig, um einen Hefekuchen zu backen und ebenso viel, um mit einer sparsamen Waschmaschine eine Ladung Wäsche bei 60 Grad zu waschen. Ein Kühlschrank mit einem Volumen von 300 Litern könnte mit einer Kilowattstunde Strom zwei Tage lang laufen. Eine Energiesparlampe mit einer Leistung von zehn Watt spendet 100 Stunden Licht, eine herkömmliche 100-Watt-Glühlampe schaffe damit gerade mal zehn Stunden. Wer ohne Licht auskommt, könnte dafür auch fünf Stunden am Computer arbeiten. Richtig anspruchsvoll zeige sich dagegen eine elektrische Herdplatte - sie komme mit dieser Energie nur etwa eine halbe Stunde aus. Auf die Spitze treibt es laut ASUE aber ein elektrischer Durchlauferhitzer - nach nur drei Minuten gibt er bloß noch kaltes Wasser ab, wenn man ihm keine zusätzliche Energie liefert.

Für eine Kilowattstunde Strom zahlen deutsche Haushalte nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft derzeit durchschnittlich 16 Cent, für eine Kilowattstunde Erdgas sind es etwa fünf Cent. Die Dusche am Morgen kostet daher mit Strom erwärmt 27 Cent, mit Erdgas 14 Cent. Dabei ist berücksichtigt, dass zur Erwärmung von 50 Litern Wasser um 30 Grad für eine Dusche mit einem Durchlauferhitzer rund 1,7 Kilowattstunden Strom oder 2,9 Kilowattstunden Erdgas nötig sind.

Auch der Bund der Energieverbraucher hat aufgelistet, auf welch' unterschiedliche Art und Weise sich eine Kilowattstunde präsentieren kann. Sie steckt beispielsweise in einer halben Schaufel Steinkohle oder jener Menge an Strahlung, die die Sonne im Hochsommer innerhalb von 45 Minuten auf einen Quadratmeter Erdoberfläche niedergehen lässt. Ein Kubikmeter Erdgas enthält sogar ganze zehn Kilowattstunden. Und wer will, kann eine kWh auch per Muskelkraft erzeugen, muss dafür aber etwas Zeit mitbringen, denn beispielsweise auf einem Hometrainer muss man sich dafür etwa zehn Stunden lang abstrampeln.

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