Strom-News
GreenwashingIn Spanien deckten Inspektoren auf, dass einige Solarkraftwerke Dieselgeneratoren benutzen, um auch nachts weiter Strom zu produzieren. Dieser Strom wurde als Solarstrom vermarktet - wahrscheinlich, um Subventionen einzustreichen.
Madrid (red) - Mehrere Solarkraftwerke in den Regionen La Mancha, Andalusien und den Kanarischen Inseln haben offenbar die Nächte genutzt, um die Leistung ihrer Kraftwerke durch Dieselgeneratoren zu verbessern. Dies berichtete die spanische Zeitung "El Mundo". Inspektoren des Industrieministeriums fanden heraus, dass einige Kraftwerke auch nachts Strom produzierten. Dieser wurde dann als Solarstrom deklariert und ins Netz eingespeist.
Nach vorläufigen Schätzungen beläuft sich der Schaden, der durch den Betrug entstanden ist, auf 2,6 Millionen Euro. Die tatsächliche Summe könnte deutlich darüber liegen, denn es sei schwer festzustellen, wie viel Strom möglicherweise auch tagsüber mit der Unterstützung der Generatoren produziert werde, so ein Branchenexperte. Durch die erhöhte Leistung wollten die Betreiber sich wahrscheinlich Subventionen sichern.
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