Luftdichtsheit des Hauses

Mit Blower-Door-Test Energievergeudung vermeiden

Neue Häuser müssen der Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen. Ob ein Haus Energie spart oder vergeudet, hängt von seiner Bauart ab, von den verwendeten Materialien und der sorgfältigen Bauausführung. Diese wird mit dem sogenannten Blower-Door-Test ermittelt.

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Hannover (ddp.djn/sm) - "Ganz wichtig ist die Luftdichtheit des neuen Hauses", erläutert Bausachverständiger Tilo Blumenbach, Leiter des Hannoveraner Büros des Verbands Privater Bauherren (VPB). Nach Erkenntnissen des VPB sind bei vielen Neubauten Fenster und Türen nicht luftdicht ans Mauerwerk angeschlossen und die Übergänge von der Wand zum Dach undicht. Diese Art von Pfusch am Bau lasse sich mit einer konsequenten Baukontrolle weitgehend verhindern. Dazu gehört der Blower-Door-Test, der seit Inkrafttreten der Wärmeschutzverordnung im Jahre 1995 angewendet wird. "Sobald das Haus komplett geschlossen ist, kann man mit dem Test seine Dichtigkeit überprüfen", sagt Blumenbach.

Inzwischen werben zahlreiche Schlüsselfertiganbieter mit dem Blower-Door-Test. Wichtig ist jedoch, wann, wie, von wem und mit welchen ergänzenden Maßnahmen er durchgeführt wird. "Richtig angewandt, kann ein solcher Test mit ergänzender Wärmebildbetrachtung auf Dauer Energieverschwendung in Höhe von mehreren Hundert Euro pro Jahr verhindern", betont der VPB-Experte. Die Kosten für eine einfache Untersuchung liegen bei rund 350 Euro. Das komplette Verfahren aus Blower-Door-Test mit ergänzender Thermografie kostet etwa 800 Euro. Die Untersuchung dauert rund zwei Stunden.