Heute in Berlin

Ministerrat: Sachverständige entwickeln Vorschläge zur Energiepolitik

Heute findet in der Hauptstadt der deutsch-französische Ministerrat statt - Währungs- und Energiepolitik stehen im Mittelpunkt der Gespräche. Vorschläge zur Konvergenz erarbeitete bereits gestern die Gruppe deutsch-französischer Sachverständiger. Fazit: Beide Regierungen sollten eine europäische Energiepolitik unterstützen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Anlässlich des deutsch-französischen Ministerrates, der heute in Berlin stattfindet, traf sich bereits gestern die Gruppe deutsch-französischer Sachverständiger zu ihrer 7. Arbeitssitzung. Die im Januar 2003 gegründete Vereinigung wird von Professor Klaus F. Zimmermann (Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung) und Professor Christian Stoffaës (Präsident des Centre d'Etudes Prospectives et d'Informations Internationales - CEPII Paris) geleitet.

Ziel der Initiative ist es, bilaterale Gespräche auf fachlich und politisch hohem Niveau zu führen und beide Regierungen zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen zu beraten. Im Mittelpunkt der gestrigen Sitzung stand daher die weitere Konvergenz der Währungs- und Energiepolitik, welche auch bei den bevorstehenden Gipfeln der EU bzw. der G-8 Sitzung in Moskau behandelt werden soll.

Die Gespräche ergaben u.a.

  • Vermeidung einer Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar, um die Konjunkturentwicklung nicht zu beeinträchtigen,
  • die Entwicklung der chinesischen Wechselkurspolitik sollte beobachten werden,
  • beide Regierungen sollten die gegenwärtigen europäischen Bemühungen um eine einheitliche Energiepolitik unterstützen, sofern diese auf die Umsetzung des europäischen Binnenmarktes und die Stärkung der Versorgungssicherheit ausgerichtet ist,
  • insbesondere sollte die Infrastruktur zwischen den Mitgliedsländern verstärkt werden (Strom- und Gasnetze) und
  • die Rolle des Euro könnte insbesondere durch die Beschleunigung liquider Großhandelsmärkte für Erdgas gefördert werden.