Strompreise

Ministerium liegen 95 Anträge auf Strompreiserhöhung vor

Dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium liegen derzeit 95 Anträge von regionalen Energieversorgern auf Erhöhung der Stromtarife für Haushaltskunden und Kleingewerbe zum 1. Januar 2006 vor. Bis Ende des Jahres soll darüber entschieden sein.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - Wie das Ministerium in Düsseldorf mitteilte, werden die Preiserhöhungen durchgehend mit gestiegenen Bezugskosten für die 132 Ortsnetzbetreiber in Nordrhein-Westfalen begründet. Das Ministerium kündigte eine sorgfältige Prüfung an. Eine Entscheidung sei für Ende des Jahres zu erwarten.

In jedem Einzelfall müssen die Netzbetreiber die Verträge über den Bezug von Strom, den sie an die Haushaltskunden weiterleiten, im Original vorlegen. Angesichts der erheblichen Unterschiede bei den beantragten Erhöhungen werde auch jeweils geprüft, ob der Netzbetreiber den Strom zu den kostengünstigsten Bedingungen eingekauft hat, hieß es.

Unabhängig von der Entscheidung über die Stromtarife wird die im Wirtschaftsministerium im Aufbau befindliche Landesregulierungsbehörde für den Strom- und Gasmarkt in Zukunft auch Zugang und Nutzungsentgelte für jene Netze genehmigen, an die bis zu 100.000 Kunden angeschlossen sind. Für überregionale Netze, die über die Grenzen hinausgehen, und für Versorgungsunternehmen, die über mehr als 100.000 Kunden verfügen, ist die Bundesnetzagentur in Bonn zuständig.