Teurer

Ministerium billigt höhere Strompreise in Gera

In Gera wird der Strom künftig um zwei Prozent teurer. Trotzdem soll der neue Preis nicht höher liegen als bei solchen Unternehmen, die ihre Preise bislang nicht erhöht haben. Derzeit klagen zwölf Energieversorger gegen das Thüringer Wirtschaftsministerium, um höhere Preise durchzusetzen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Gera/Erfurt (ddp/sm) - Die Geraer müssen künftig mehr für ihren Strom zahlen. Das Thüringer Wirtschaftsministerium habe eine Preiserhöhung um zwei Prozent genehmigt, teilte die Behörde am Mittwoch in Erfurt mit. Der neue Preis liege trotz der Erhöhung auf dem Niveau jener Unternehmen, die bislang auf Preiserhöhungen verzichtet hätten. Vier weiteren Stromversorgern wurden die beantragten Preissteigerungen hingegen verwehrt.

Nach der Entscheidung dürfen die Stadtwerke in Weimar und Stadtroda sowie die Energieversorger in Apolda und Nordhausen keine höheren Preise verlangen. Das Wirtschaftsministerium habe die Anträge abgelehnt, weil die geltend gemachten Kosten nicht nachgewiesen werden konnten. Zudem hätten die Stadtwerke deutlich über dem Tarifpreis des Regionalversorgers Eon Thüringer Energie AG gelegen. Die vier Unternehmen hatten Tarifpreiserhöhungen zwischen 9 und 14 Prozent beantragt.

Den Angaben zufolge klagen derzeit zwölf Stadtwerke gegen das Wirtschaftsministerium, um Strompreissteigerungen von durchschnittlich zwei Cent je Kilowattstunde zu erreichen.