Minister Posch: Dynamische Frankfurter Strombörse wird sich in Konkurrenz mit Leipzig durchsetzen

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
"Die Dynamik, die die European Energy Exchange vom Start weg entfaltet hat, macht mich zuversichtlich, dass diese Strombörse sich nicht nur etablieren, sondern auch als der zentrale deutsche Strommarkt in der Konkurrenz mit Leipzig durchsetzen wird." Bei seinem heutigen Besuch der Strombörse European Energy Exchange (EEX) in Frankfurt zeigt sich der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch (FDP.) kampfeslustig.


Zugleich äußerte der Minister seine Überzeugung, dass die Liberalisierung des Strommarktes als Voraussetzung für den Energiehandel zu einer größeren Transparenz und zu sinkenden Strompreisen für den Verbraucher führen werde. "Es ist an der Zeit, so weit wie möglich Preissenkungsspielräume durch den Energiehandel an der Börse zu nutzen. Davon wird nicht zuletzt auch der Verbraucher profitieren." Wie der Minister erläuterte, hat die EEX am Tag des Starts 12 233 Megawattstunden (MWh) mit 21 Teilnehmern aus fünf Ländern umgesetzt. Innerhalb der ersten zwei Wochen seien etwa 144 000 MWh gehandelt worden. Inzwischen habe sich der Kreis der Handelsteilnehmer auf 23 Akteure in sechs Ländern ausgeweitet. Mit diesen eindrucksvollen Zahlen habe die Frankfurter Strombörse bewiesen, dass sie mit ihrem Konzept die Bedürfnisse des Marktes besser abgedeckt habe als die Konkurrenz in Leipzig, gab sich Posch zufrieden.


Die Stabilität und Leistungsfähigkeit des Handelssystems Xetra und die Professionalität der Marktsteuerung hätten den Minister bei seinem Besuch beeindruckt. Er strich den Zugang der Marktteilnehmer zum Spotmarkt über das Internet als zukunftsweisende E-Commerce-Lösung für den Energiehandel heraus. Damit sei neuen Handelsteilnehmern ein schneller und kostengünstiger Zugang ermöglicht. "Dies ist ein sehr eindrucksvolles Beispiel dafür, wie das Internet Datennetze für Spezialisten mit der allgemeinen Daten-Transaktionssphäre für Jedermann zusammenbringt, also ein Beispiel für die Universalität und das ausgreifende Entwicklungspotenzials des Internet", sagte Posch abschließend.