Strom-News
Gebot der StundeNiedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) hat die Stromerzeuger in Deutschland zur Senkung der Energiepreise aufgefordert. Angesichts der gesunkenen Preise für die Primärenergieträger Kohle und Erdöl sei das in der Wirtschaftskrise "das Gebot der Stunde", sagte Sander am Donnerstag in Hannover.
Hannover (ddp-nrd/red) - Besonders für das produzierende Gewerbe und den Mittelstand müsse der Kostendruck durch die Energiekosten schnell abgebaut werden. Er sehe hier "besonders die vier größten deutschen Stromproduzenten E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW in der Verantwortung", sagte Sander. Sie könnten mit Strompreissenkungen dazu beitragen, dass Arbeitsplätze in den Betrieben erhalten werden.
(Foto / Abb.: Fotolia.com)
Laut Sander würde eine solche Preissenkung auch den regionalen Stadtwerken und ländlichen Energieversorgern helfen, die in der Regel ihren Strom- und Gasbedarf bei den vier großen Energiekonzernen einkaufen müssen. Nur wenn diese ihre Lieferantenpreise senken, könnten Stadtwerke die Endkundenpreise entsprechend absenken.
Sander warnte in diesem Zusammenhang Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) vor einem Ausstieg aus der Kernenergie. Statt endlich den Widerstand gegen die energie- und klimapolitisch sinnvolle Nutzung der Kernenergie aufzugeben, setze Gabriel mit seinen Vorschlägen für das SPD-Bundestagswahlprogramm seinen energiepolitischen Irrweg fort, kritisierte Sander. Er fügte hinzu: "Wer den Klimaschutz voranbringen und die Verbraucher nicht noch mehr belasten will, der muss endlich den Ausstieg aus dem Atomausstieg einleiten."
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E.ON drängt auf den russischen Strommarkt. In zwei Schritten will das Düsseldorfer DAX-Unternehmen 70 Prozent des russischen Großkraftwerksbetreibers OGK-4 übernehmen. Die Transaktion soll bereits im Oktober abgeschlossen sein, sagte E-ON-Vorstandschef Wulf Bernotat.
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