"Dauersubvention"

Minister fordert Ende der Ökostrom-Förderung

Der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) hat die Pläne von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) zur Kürzung der Solarförderung als "nicht ausreichend" kritisiert und sich für ein Ende der Öko-Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausgesprochen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (dapd/red) - "Das ist eine Dauersubvention geworden, deren negative Folgen bei der Solarförderung nun für jeden feststellbar sind", sagte Sander der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe).

"Wir brauchen ein grundsätzlich anderes Vergütungsmodell für Ökostrom." Das bisherige System setze die falschen Anreize und lasse bei Fehlentwicklungen keine schnellen Reaktionen zu. "Wir sollten eine Frist setzen, bis wann das EEG ausläuft."

Marktexperten und Verbraucherschützer hatten indes in den vergangenen Wochen mehrfach darauf hingewiesen, dass die höheren Strompreise zu Jahresbeginn, wie sie bei vielen Versorgern anfielen, nur bedingt mit der EEG-Umlage für Ökostrom zu begründen seien. Verbraucher wurden dazu aufgerufen, einen Strompreisvergleich durchzuführen und gegebenenfalls ihren Anbieter zu wechseln.