Statistik

Mineralölprodukte treiben Teuerung im April

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, stieg der Verbraucherpreisindex für Deutschland auf Jahressicht um 1,6 Prozent. Im Vergleich zum März 2005 habe sich der Index um 0,1 Prozent erhöht. Die Schätzung auf Grund der Ergebnisse aus sechs Bundesländern wurde damit leicht nach oben korrigiert.

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Wiesbaden (ddp/sm) - Mineralölprodukte haben sich auch im April preistreibend auf die Jahresteuerungsrate ausgewirkt. Verglichen mit den Vormonaten verlangsamte sich der Preisanstieg jedoch etwas.

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, stieg der Verbraucherpreisindex für Deutschland auf Jahressicht um 1,6 Prozent. Im Vergleich zum März 2005 habe sich der Index um 0,1 Prozent erhöht. Die Schätzung auf Grund der Ergebnisse aus sechs Bundesländern wurde damit leicht nach oben korrigiert. Im Februar und März 2005 hatte die Jahresveränderungsrate jeweils bei plus 1,8 Prozent gelegen.

Den Statistikern zufolge hätte die Jahresteuerungsrate ohne Heizöl und Kraftstoffe nur bei 1,1 Prozent gelegen. Vor allem leichtes Heizöl habe sich gegenüber dem Vorjahr überdurchschnittlich um 36,5 Prozent verteuert. Kraftstoffe hätten 6,7 Prozent mehr gekostet als ein Jahr zuvor. Auch die Preise für Haushaltsenergie hätten deutlich höher als ein Jahr zuvor gelegen (Strom: plus 4,0 Prozent, Gas: plus 8,0 Prozent, Zentralheizung, Fernwärme: plus 10,7 Prozent). Im kurzfristigen Vergleich seien insbesondere die Preise für Heizöl (plus 2,6 Prozent zum März 2005) und Kraftstoffe (plus 3,8 Prozent) spürbar angestiegen.

Preistreibend wirkten sich den Angaben zufolge auch die Erhöhungen der Tabaksteuer und der Kfz-Steuer aus. Dagegen hätten die staatlichen Maßnahmen der Gesundheitsreform die Jahresteuerungsrate für die Gesundheitspflege nur noch geringfügig beeinflusst. Gemildert wurde der Preisanstieg vor allem durch die nach Ostern saisonbedingten Preissenkungen für Pauschalreisen und Beherbergungsdienstleistungen.

Deutlich mehr mussten die Verbraucher im April den Angaben zufolge auch für Bohnenkaffee und für Rundfunk- und Fernsehgebühren ausgeben. Verbraucherfreundlich hätten sich dagegen die Preise für Informationsverarbeitungsgeräte, Telefon- und Telefaxgeräte, Foto- und Filmausrüstungen sowie Geräte und Ausrüstungen für Sport und Camping entwickelt.