Statistik

Mineralölerzeugnisse treiben Einfuhrpreise auch im Juli

Die Einfuhrpreise für Importe nach Deutschland steigen weiter und lagen auch im Juli um 2,2 Prozent über dem Vorjahresstand. Starke Preiserhöhungen gegenüber dem Vorjahr gab es im Juli 2004 u.a. bei Steinkohle und Mineralölerzeugnissen. Erdgas wurde hingegen billiger.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im Juli 2004 um 2,2 Prozent über dem Vorjahresstand. Im Juni 2004 bzw. im Mai 2004 hatten die Jahresveränderungsraten plus 2,0 bzw. plus 2,5 Prozent betragen. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Juli 2004 um 0,6 Prozent über dem Stand des Vorjahres.

Gegenüber Juni 2004 stieg der Einfuhrpreisindex im Juli - nach einem Preisrückgang im Vormonat - erneut an (plus 0,3 Prozent). Im Monatsvergleich verteuerte sich unter anderem die Einfuhr von Eisen- und Stahlschrott (plus 16,5 Prozent nach minus 9,4 Prozent im Vormonat). Auch für Mineralölerzeugnisse stiegen die Preise gegenüber dem Vormonat wieder (plus 7,4 Prozent), nachdem sie im Juni vorübergehend zurückgegangen waren. Dies gilt insbesondere für Motorenbenzin sowie für Dieselkraftstoff und leichtes Heizöl.

Dieselben Tendenzen waren für rohes Erdöl (plus 5,7 Prozent nach noch minus 4,9 Prozent im Vormonat) zu beobachten. Steinkohle verteuerte sich ebenfalls (plus 6,3 Prozent), hatte aber im Vormonat keinen Preisrückgang zu verzeichnen. Billiger waren gegenüber Juni 2004 dagegen u.a. Tomaten, Bananen und Rohkaffee.

Starke Preiserhöhungen gegenüber dem Vorjahr gab es im Juli 2004 u.a. bei Steinkohle (plus 54,8 Prozent), Rohkupfer, NE-Metallerzen, Mineralölerzeugnissen (plus 31,1 Prozent) und rohem Erdöl (plus 26,4 Prozent). Billiger als vor einem Jahr waren dagegen u.a. Tomaten, Erdgas (minus 8,1 Prozent) und Geflügel.