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Mineralöl-Barometer: Förderquoten konstant / Rohölpreise gestiegen

Der Weltölmarkt war im vierten Quartal 2003 erneut durch ein Überschussangebot gekennzeichnet. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal stieg das Angebot an Rohöl um gut vier Prozent auf rund 81,4 Millionen Barrel pro Tag, während die Nachfrage um 1,9 Prozent auf 80,7 Barrel pro Tag zulegte. Das schreibt der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) im aktuellen Mineralöl-Baromter.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Obwohl im gesamten Jahr 2003 ein mindestens ausreichendes Angebot an Rohöl vorhanden war, lag der Preis für OPEC-Öle im Jahresdurchschnitt mit 28,10 Dollar pro Barrel über der von der OPEC angestrebten Preisspanne von 22 und 28 Dollar pro Barrel und damit um über 15 Prozent höher als 2002. Steigende Exportmengen des Irak sowie eine deutlich höhere Ölförderung Russlands hatten zu dem reichlichen Ölangebot beigetragen.

Dass trotz guter Fundamentaldaten feste Notierungen vorherrschten, liegt laut MWV an niedrigen Lagerbeständen und der Sorge, dass es bei einem künftigen Anstieg der Weltölnachfrage zu Engpässen bei der Ölversorgung kommen könne. Die Internationale Energieagentur erwartet für 2004 einen Anstieg der Weltölnachfrage auf 79,6 Barrel pro Tag gegenüber 78,4 Barrel pro Tag im Jahr 2003. Die OPEC will am 10. Februar 2004 erneut über ihre Angebotspolitik beraten.

Die Rohölpreise sind laut MWV im Oktober 2003 gegenüber September deutlich gestiegen, gaben im November nur leicht nach und kletterten im Dezember sogar an die 30 Dollar-Grenze heran. Damit lag der Preis für Rohöl im vierten Quartal 2003 über der von der OPEC angestrebten Obergrenze von 28 Dollar pro Barrel.

Der Preis für den OPEC-Korb aus sieben Rohölsorten sank im Monatsdurchschnitt von 28,54 Dollar pro Barrel im Oktober leicht auf 28,45 Dollar pro Barrel im November, stieg dann im Dezember aber auf 29,44 Dollar pro Barrel an. Das entspricht einem Quartalsdurchschnitt von 28,86 Dollar pro Barrel gegenüber 26,83 Dollar pro Barrel im vierten Quartal 2002 – ein Plus von 7,6 Prozent.