Mindestbeteiligung an EnBW geplant

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Loic Caperan, Vorstandsmitglied des französischen Stromkonzerns Electricité de France (EdF) sprach gestern in Stuttgart öffentlich über das Interesse seines Unternehmens an den vom Land Baden-Württemberg angebotenen 25% der Anteile an der EnBW. Demnach strebt die EdF nur eine Minderheitsbeteiligung an der Energie Baden-Württemberg AG an. Caperan versicherte, dass diese Beteiligung der internationalen Strategie seines Konzerns entspräche. Dadurch soll ein Netzwerk von Unternehmen gebildet werden, die auf den jeweiligen Märkten unabhängig agierten. So habe die EdF bereits in 17 Ländern Minderheitsbeteiligungen dieser Art. Das berichtet das Handelsblatt.


Caperan versprach zudem eine Lösung, falls die Stadt Stuttgart ihre neunprozentige Beteiligung an EnBW veräußern wolle. Der Franzose kündigte eine Aktionärsvereinbarung mit dem größten EnBW-Anteilseigner, dem Zwecksverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) an. Die EdF wolle nach einer Beteiligung den Vorstand der EnBW nicht ersetzen, sondern nur am Aufsichtsrat teilnehmen.