Heizkosten sparen durch Modernisierung

Millionen veraltete Kessel in Deutschlands Heizungskellern

Nach den Erhebungen des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks sind Millionen Heizkessel Deutschlands sind modernisierungsbedürftig. Etwa jede zehnte Ölheizung und jedes zwanzigste Gasgerät konnte im vergangenen Jahr die Anforderungen der Bundes-Immissionsschutzverordung nicht erfüllen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Besonders problematisch seien "die zu hohen Abgasverluste", informiert John Werner vom Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW). Dadurch entweiche Energie ungenutzt, womit die Umwelt unnötig mit CO2 belastet wird und zusätzliche Heizkosten entstehen. Tatsächlich seien etwa 3,4 Millionen Geräte älter als 24 Jahre und somit technisch veraltet, auch wenn die geltenden Abgaswerte eingehalten werden. Eine Heizungsmodernisierung bringt etwa 20 bis 30 Prozent Energieeinsparung, daher empfiehlt der BGW, die alte Anlage nach 15 bis 20 Jahren auszutauschen.

Nach einer Untersuchung des Instituts Wohnen und Umwelt können bei einem freistehenden Einfamilienhaus (Baujahr 1949 bis 1957), bei dem der über 25 Jahre alte Öl-Konstanttemperaturkessel durch ein Gas-Brennwertgerät mit Solarwärmeanlage für die Warmwasserbereitung ersetzt wird, etwa 12.000 Kilowattstunden Heizenergie eingespart werden. Im Hinblick auf den Klimaschutz reduziert eine solche Modernisierung den CO2-Ausstoß um bis zu 6500 Kilo pro Jahr, was etwa den Emissionen von zwei durchschnittlichen PKW mit einer Laufleistung von 20.000 Kilometer pro Jahr entspreche.