Asien-Boom

Milliarden-Auftrag für Solarworld

Das gesamte Volumen der neu abgeschlossenen Wafer-Verträge soll sich auf 1,5 Milliarden Euro belaufen, hieß es. Gut die Hälfte der Aufträge stammen aus Europa, aus Asien kommen mittlerweile 37 Prozent der Aufträge. Die dünnen Siliziumscheiben werden unter anderem im sächsischen Freiberg gefertigt.

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Bonn (ddp/sm) - Der Solartechnikkonzern Solarworld hat neue Wafer-Lieferverträge mit mehreren Zellen- und Modulherstellern abgeschlossen. Das Gesamtvolumen der über die Tochtergesellschaft Deutsche Solar AG vereinbarten Langfristverträge belaufe sich auf 1,5 Milliarden Euro, teilte das im TecDAX gelistete Unternehmen am Donnerstag mit. Der Auftragshorizont reiche bis 2018.

Aus Europa stammen den Angaben zufolge 51 Prozent der Aufträge; Asien folgt mit 37 Prozent. Allein auf China und Taiwan entfielen 16 Prozent aller neuen Lieferverträge. Nach Nordamerika würden 12 Prozent der bestellten Wafer ausgeliefert. Der gesamte Auftragsbestand der Deutschen Solar AG für externe Kunden aus bereits vorliegenden Verträgen und den Neuabschlüssen betrage vier Milliarden Euro.

Wie es weiter hieß, hat das Bonner Unternehmen sein bisher größtes Projekt zur Elektrifizierung fern vom Stromnetz liegender ländlicher Regionen vereinbart. Für 44 Dörfer in der westchinesischen Provinz Qinghai liefert Solarworld demnach 4800 Solarmodule mit jeweils 80 Watt Leistung. Bisher hat der Konzern in China 99 Dörfer mit so genannter Off-Grid-Solartechnologie ausgerüstet.

Solarworld, nach eigenen Angaben eines der drei weltweit größten Unternehmen der Solarstromindustrie, betreibt unter anderem im sächsischen Freiberg einen der modernsten integrierten Standorte der Welt zur Herstellung von Wafern, Zellen und Modulen auf Siliziumbasis. Wafer sind dünne Siliziumscheiben und dienen als Eingangsmaterial für die weiteren Schritte bei der Solarzellenproduktion.