Empfehlung

Milbradt: Gabriel soll "kreativ" mit Braunkohle-Beschluss umgehen

Der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt hat Umweltminister Sigmar Gabriel aufgefordert, "kreativ" mit dem Braunkohle-Beschluss umzugehen. Wenn Gabriel auf Atomkraft und Steinkohle verzichten wolle, bliebe nur die Braunkohle, um die Stromgrundlast zu sichern.

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Leipzig/Berlin (ddp/sm) - Nach einem Beschluss des Bundesrates zugunsten der Braunkohlekraftwerke sieht Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) am Zug. Dieser sollte schon aus eigenem Interesse "kreativ" mit der Empfehlung der Länderkammer umgehen, sagte Milbradt der "Leipziger Volkszeitung" (Samstagausgabe). Wenn Gabriel "aus der Steinkohle und aus der Atomenergie aussteigen will, bleibt ihm nur die Braunkohle, um die CO2-Reduktion voranzutreiben und die Stromgrundlast zu sichern".

Auf Initiative Sachsens hatte der Bundesrat die Bundesregierung am Freitag aufgefordert, bei künftigen Investitionen die Braunkohleverstromung im Vergleich zu Gas- oder Steinkohlekraftwerken nicht zu benachteiligen. Es dürfe "nicht unberücksichtigt bleiben, dass die Modernisierung der Braunkohle-Kraftwerkparks nach der deutschen Einheit bis heute den entscheidenden Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen Deutschlands erbracht hat", heißt es in dem Beschluss.