Die Mischung machts

Milbradt: Braunkohle bleibt Rückgrat der Stromversorgung

Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt hat sich gestern auf dem ersten Sächsischen Rohstofftag in Freiberg für eine Mischung aus fossilen und erneuerbaren Energieträgern zur langfristigen Sicherung der Versorgung ausgesprochen. Braunkohle bleibe indes die wichtigsten Energiequelle.

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Freiberg (ddp-lsc/sm) - Sachsen sieht in der Braunkohle auch in Zukunft die wichtigste Energiequelle. Braunkohle bleibt das Rückgrat der sächsischen Stromversorgung, auch wenn der Anteil der erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren weiter steigen werde, sagte Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) gestern in Freiberg beim ersten Sächsischen Rohstofftag vor 100 Vertretern der Energiewirtschaft.

Zugleich machte Milbradt deutlich, dass die Bedeutung erneuerbarer Energien zunehme. Eine Mischung aus fossilen und erneuerbaren Energien sei der Weg, um die Versorgung langfristig zu sichern.

In Sachsen bergen nach den Worten von Milbradt insbesondere die Solarenergie sowie Erdwärme und Biomasse ein großes Potenzial. Regenerative Energien böten sich vor allem in ländlichen Gebieten an, um neue und sichere Erwerbsquellen zu erschließen. Allerdings dürften erneuerbare Energien nicht über die notwendige Anschubfinanzierung hinaus gefördert werden, damit sie wettbewerbsfähig werden und ohne staatliche Hilfen am Markt bestehen können.

Laut Milbradt flossen in die Modernisierung der sächsischen Energiewirtschaft seit 1990 rund elf Milliarden Euro. Die Branche biete 15 000 Menschen Arbeit.