Öl und Gas teuer

Mieterbund für stärkere Förderung erneuerbarer Energien

Der Deutsche Mieterbund hat von der Bundesregierung Konsequenzen aus den explodierenden Betriebskosten aufgrund steigender Preise für Öl und Gas verlangt und fordert, den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern. So ließe sich die Abhängigkeit von Öl und Gas verringern.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die zusätzlichen Steuereinnahmen dürften nicht zur Sanierung des Haushalts genutzt, sondern sollten künftig auch zur Förderung erneuerbarer Energien eingesetzt werden, forderte Mieterbundpräsident Franz-Georg Rips in der Zeitung "Rheinpfalz am Sonntag". Der Staat profitiere erheblich durch den hohen Steueranteil von der Preisentwicklung.

Der Mieterbundpräsident schlug vor, mit den Mehreinnahmen einen speziellen Fonds zur Modernisierung der Energieerzeugung aufzulegen. Mit alternativen Energiequellen ließe sich die Abhängigkeit von Öl und Gas verringern und somit die weitere Steigerung der Ausgaben für Heizung in Grenzen halten. Schon jetzt müssten allein für die Betriebskosten rund 35 Prozent der Miete aufgebracht werden, sagte Rips. Die Einbeziehung der Heizkosten in das Wohngeld könne nur ein erster Schritt gewesen sein.

Die Mieter müssten durch die gestiegenen Energiekosten auch in diesem Jahr erheblich tiefer in die Taschen greifen. Diese Kostenspirale müsse gestoppt werden. In dieser Woche sei mit mehr als 80 Euro für einhundert Liter Heizöl das Allzeithoch erreicht worden. Das sei eine Preissteigerung um rund 30 Prozent in den vergangenen sechs Monaten. Auch bei Gas hätten etwa 500 von 600 Anbietern die Preise im letzten halben Jahr um rund 24 Prozent angehoben.