Heizkosten senken

Mieterbund fordert Energievorgaben für Gebäudebestand

Der Deutsche Mieterbund fordert klare gesetzliche Vorgaben zur Verbesserung der Energieeffizienz und dem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien auch für den Wohnungsbestand. Andernfalls werde sich die Preisspirale insbesondere für fossile Brennstoffe immer schneller drehen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (sm) - Die gesetzlichen Regelungen und Vorgaben zum Einsatz erneuerbarer Energien richten sich zurzeit in erster Linie an den Wohnungsneubau. Die Förderprogramme der Bundesregierung zur energetischen Sanierung der Wohnungsbestände sind nach Ansicht des Deutschen Mieterbundes (DMB) richtig und notwendig. Über die CO2-Gebäudesanierungsprogramme werden jährlich etwa 265.000 Wohnungen modernisiert. Bei einem Bestand von fast 40 Millionen Wohnungen in Deutschland sei dies aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. "Wird im gleichen Tempo weiter modernisiert, schaffen wir die Energie- und Klimawende nie", sagte Rips.

Wohnungsbestand auf Neubauniveau bringen

Stattdessen, forderte der Mieterbund-Präsident, muss der Gesetzgeber eindeutige und klare gesetzliche Vorgaben machen, dass auch die Wohnungsbestände energetisch saniert und auch hier erneuerbare Energien eingesetzt werden müssen. "Ziel muss es sein, bis zum Jahr 2020 Neubaustandards im Wohnungsbestand zu erreichen", so Rips.

Daneben sollen die Förderprogramme der Bundesregierung ausgebaut werden. "Wichtig ist, dass Vermieter verpflichtet werden, diese Fördermittel auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen, denn hierdurch wird der Umfang der zulässigen Mieterhöhungen beschränkt", so Rips.

Mieter sollen Energieausweis fordern

Mieter haben keinen Rechtsanspruch auf Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen. Sie können bei der Anmietung ihrer Wohnung aber den energetischen Standard des Hauses zu einem Entscheidungsmaßstab machen, rät der Mieterbund.

"Seit dem 1. Januar 2009 müssen alle Vermieter einen Energieausweis vorlegen, wenn sie vermieten oder eine Wohnung bzw. das Haus verkaufen wollen. Von diesem Transparenzmittel müssen Mieter Gebrauch machen", forderte Rips. "Nur dann werden mit Hilfe des Heizspiegels auch sinnvolle Modernisierungsmaßnahmen angeschoben."