"Energiesparende Wohnungen fördern"

Mieterbund erwartet weiter steigende Heizkosten

Angesichts weiter steigender Kosten für Heizung und Strom fordert der Deutsche Mieterbund die Bundesregierung auf, die Energieeinsparverordnung schnell zu verabschieden und den bedarfsorientierten Energieausweis einzuführen, so der Mieterbunds-Direktor Franz-Georg Rips, heute in Berlin.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Obwohl der Verbrauch in jüngster Zeit bereits zurück gegangen sei, sorgten die steigenden Preise der Energiekonzerne auch in diesem Jahr für hohe Mehrausgaben, sagte Rips weiter. Bereits im Abrechnungsjahr 2005 seien die Heizkosten drastisch gestiegen. Vermieternachforderungen aus Betriebskostenabrechnungen von mehreren hundert Euro, teilweise von 1000 Euro und mehr, seien keine Seltenheit. Laut Mieterbund stiegen die Heizkosten 2005 gegenüber dem Vorjahr um etwa 24 bis 27 Prozent bei Ölheizungen und um 12 bis 18 Prozent bei Gasheizungen.

Angesichts der sich immer schneller drehenden Energiepreisspirale werde es immer wichtiger, genau zu wissen, wie viel Energie eine Immobilie benötigt, sagte Rips. Vor allem mit Hilfe von spürbaren energetischen Verbesserungen im Wohnungsbestand könnten die Auswirkungen der Kostenexplosion bei Öl und Gas abgemildert werden. Einen wichtigen Beitrag dazu könnte der bedarfsorientierte Energieausweis leisten. Rips rief die Bundesregierung auf, das entsprechende Gesetz so schnell wie möglich zu verabschieden.

Gleichzeitig begrüßte er die Regulierung der Netzgebühren bei Strom und Gas. Dies könne ein Mosaikstein bei der notwendigen Eingrenzung der Energiepreise werden.

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