BGH-Urteil

Mieter muss funkbasierte Verbrauchszähler dulden

Die technische Neuerung wiegt schwerer als die Angst vor Strahlung: Mieter müssen den Einbau von funkgestützten Heizungs-Ablesegeräten in der Wohnung dulden. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch in Karlsruhe. Die Richter wiesen darauf hin, dass sich dadurch auch der Wert der Wohnung erhöhe.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe (dapd/red) - Im vorliegenden Fall aus Heidelberg wehrte sich eine Mieterin dagegen, dass die Vermieterin die vorhandenen Ablesegeräte für Heizungswärme, Warmwasser und Kaltwasser gegen funkbasierte Zähler austauschen wollte. Die Mieterin argumentierte, sie wolle in der Wohnung kein mit Funk arbeitendes System.

Modernisierung muss geduldet werden

Der BGH entschied jedoch, dass die Heizkostenverordnung nicht nur den Austausch unbrauchbar gewordener Geräte erfasst. Mieter müssten auch den Austausch noch funktionstüchtiger Messgeräte durch modernere Systeme dulden. Zudem könne es den Wert der Wohnung erhöhen, wenn sie zur Ablesung des Wasserzählers nicht betreten werden müsse. Das sei eine Wohnwertverbesserung.