Verbraucherzentrale

Mieter können Stromzähler überprüfen lassen

Bei einem zu hohen Stromverbrauch fragt sich so mancher Verbraucher, ob alles mit rechten Dingen zugeht oder ob mit dem Zähler etwas nicht stimmt. Die Verbraucherzentrale Sachsen informiert über die Eichung von Stromzählern und darüber, was der Verbraucher bei Zweifeln tun kann.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (red) - Stromzähler sind Eigentum der Energieversorgungsunternehmen und unterliegen einer Eichpflicht. Oft tauchen Fragen auf, wie lange solch eine Eichung gilt und warum solche Geräte jahrelang betrieben und nicht ausgetauscht werden.

Eichung der Stromzähler ist klar geregelt

"Für alle eingesetzten Stromzähler gibt es klare Regelungen und Prüfvorschriften", informiert Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen. "Entweder werden die Zähler nach einer bestimmten Zeit getauscht und durch neue ersetzt oder nach einem Stichprobenverfahren nachgeeicht. Im letzten Fall wird eine Stichprobe aus einem großen Los von Zählern gleicher Art geprüft. Wenn die Stichprobe die Fehlergrenzen einhält, erfolgt die Nacheichung auch für die nicht geprüften Zähler des Loses.

Verbraucher können Prüfung beantragen

Meist sind elektromechanische Zähler im Einsatz, die sogenannten Ferrariszähler. Sie haben eine Eichgültigkeitsdauer von 16 Jahren. Durch Tausch gegen einen frisch geeichten Stromzähler beginnt wieder eine Frist von 16 Jahren. Durch eine Prüfung nach dem Stichprobenverfahren kann die Eichfrist um bis zu fünf Jahre verlängert werden. Bestehen Zweifel an der Richtigkeit eines gültig geeichten Zählers, kann über den Eigentümer des Zählers eine Befundprüfung bei einer staatlich anerkannten Prüfstelle beantragt werden.

Abweichungen bis zu zehn Prozent erlaubt

Dort wird der Stromzähler untersucht. Liegt die Messgenauigkeit innerhalb der Verkehrsfehlergrenzen, sind die Kosten der Prüfung von den Verbrauchern zu tragen. Bei Überschreitung der Fehlergrenzen trägt der Eigentümer des Zählers die Kosten. Hierzu sollte man wissen, dass die Verkehrsfehlergrenzen doppelt so hoch sind wie die Eichfehlergrenzen und je nach Genauigkeitsklasse des Zählers bei sechs bis zehn Prozent liegen können.