Braunkohle

Mibrag will Kraftwerksprojekt Profen vorantreiben

Die Mibrag hält an ihren Plänen für ein neues Kraftwerk in Profen in Sachsen-Anhalt fest. "Wir verhandeln intensiv mit einem potenziellen Partner über das Kraftwerksprojekt", erklärte Geschäftsführer Bruce P. De Marcus. Allerdings sei in den nächsten Wochen noch nicht mit einem abschließenden Ergebnis zu rechnen.

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Theißen (ddp-lsa/sm) - Derzeit würden mit einem nicht näher bezeichneten Partner die technischen und infrastrukturellen Bedingungen für ein neues Braunkohlenkraftwerk mit einer Nettoleistung von 600 Megawatt in Profen geprüft. Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft will damit die beiden alten Industriekraftwerke in Mumsdorf und Deuben, die zur Stromversorgung der Tagebaue Profen und Vereinigtes Schleenhain in Sachsen dienen, ersetzen. Etwa eine Milliarde Euro soll in das Vorhaben investiert werden.

Der Braunkohlenförderer ist nach eigenen Angaben mit mehr als 2100 Mitarbeitern größter Arbeitgeber im Länderdreieck Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Das jährliche Auftragsvolumen betrage im Durchschnitt 150 Millionen Euro. Fast 80 Prozent aller Lieferungen und Leistungen würden von Firmen aus der mitteldeutschen Region bezogen.