Zwischenbilanz

Mibrag: Erkundung der Lagerstätte Lützen erfolgversprechend

Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (Mibrag) schließt mit 95 Erkundungsbohrungen südlich der A 38 die erste Etappe zur Untersuchung der qualitativen und quantitativen Verhältnisse der Braunkohlenlagerstätte bei Lützen in Sachsen-Anhalt ab.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Theißen (red) - Wie das Unternehmen mitteilt, liegen im Zentralen Hauptlabor inzwischen etwa 1.900 Einzelproben zur Auswertung vor. Sie werden in den nächsten Monaten auf 20 Parameter, wie Heizwert, Asche-, Schwefel-, und Wassergehalt, untersucht. Nach einer ersten Analyse habe sich bestätigt, dass sich im Erkundungsgebiet bis zu drei Kohlehauptflöze mit schwankenden bis zu 40 Meter mächtigen Kesseleinlagerungen befinden. Die Qualität der Bohrkerne mit einer Gesamtlänge von 940 Metern falle dabei sehr unterschiedlich aus. Genauere Angaben können aber erst nach Abschluss aller Untersuchungen gemacht werden. Besonders kompliziert gestalten sich, wie erwartet, die hydrologischen Verhältnisse. Aus diesem Grund seien weitere Untersuchungen erforderlich.

Derzeit bereitet die Mibrag das Erkundungskonzept für das Untersuchungsgebiet nördlich der A 38 vor. Dort sind nach Genehmigung des entsprechenden Betriebsplanes in diesem Jahr weitere Bohrarbeiten geplant. Nach Vorlage aller Laborergebnisse wird anschließend ein detailliertes Lagerstätten- und Qualitätsmodell erarbeitet. Das Ergebnis wird im ersten Halbjahr 2008 vorliegen. Erst dann kann das Unternehmen entscheiden, ob sich der Abbau des Braunkohlenvorkommens bei Lützen wirtschaftlich lohnen würde.

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