Untersuchungen

Mibrag erkundet weiter Braunkohlenvorkommen in Sachsen-Anhalt

Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (Mibrag) wird nach dem Abschluss der Ernte die Erkundung des Braunkohlenvorkommens bei Lützen (Burgenlandkreis) fortführen. Das Bergbauunternehmen hatte im Sommer 2006 mit der Erkundung des Braunkohlenvorkommens südlich der Autobahn A 38 begonnen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Theißen (ddp-lsa/sm) - In der ersten Etappe wurden insgesamt 99 Erkundungsbohrungen ausgewertet. Ab 2007 setzte die Mibrag die Untersuchungen nördlich der Autobahn fort. In der zweiten Etappe wurde bislang nur ein Teil der Erkundungsbohrungen durchgeführt. Die noch erforderlichen Daten sollen bis zum Ende des Jahres 2008 in die weitere Planung einfließen.

Die Mibrag bereite den nahtlosen Anschluss an ihre bestehenden und genehmigten Abbaufelder vor, hieß es weiter. Die Braunkohlenlagerstätte bei Lützen nehme dabei eine zentrale Bedeutung ein. Die Ergebnisse der Untersuchungen bildeten die Grundlage für Gespräche mit potenziellen Partnern, die sich für eine Nutzung des heimischen Rohstoffs ab 2025 interessierten.

Joachim Geisler, Vorsitzender der Mibrag-Geschäftsführung betonte, dass vor Abschluss der Planungen genaue Aussagen über einen möglichen Zuschnitt des Tagebaus Lützen nicht möglich seien. Die Mibrag habe bisher einzig die Entscheidung getroffen, dass die Ortslage Röcken mit der Nietzsche-Gedenkstätte aus wirtschaftlichen Gründen nicht abgebaut wird.

Die Mibrag fördert jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen Rohbraunkohle. Hauptabnehmer sind die Kraftwerke Schkopau (Sachsen-Anhalt) und Lippendorf (Sachsen).