Erlaubnis wird nicht verlängert

Mibrag darf in Lübtheen nicht weiter nach Kohle suchen

Zum ersten Mal erhielt die Mibrag 1997 die Erlaubnis, im Kohlefeld Lübtheen nach Braunkohle zu suchen. Diese Genehmigung wurde dann zwei Mal verlängert, läuft aber zum 31. Dezember 2005 endgültig aus. Grund: "Eine planmäßige, mit der zuständigen Behörde abgestimmte Aufsuchung ist nicht erkennbar."

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Schwerin (red) - Die Erlaubnis zur Suche nach Braunkohle in Lübtheen (Mecklenburg-Vorpommern) wird nicht verlängert. "Das Bergamt in Stralsund hat die Verlängerung, die die Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft mbH (Mibrag) beantragt hat, versagt", sagte Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet am Mittwoch in Schwerin. "Damit müssen die Erkundungsbohrungen bis zum 31.12. dieses Jahres abgeschlossen werden."

Die Erlaubnis zur Aufsuchung des Feldes war Ende 1997 erteilt worden und zwei Mal bis zum Jahresende 2005 verlängert worden. Anfang November hatte die Mibrag eine weitere Verlängerung bis Ende 2008 beantragt. "Eine planmäßige, mit der zuständigen Behörde abgestimmte Aufsuchung ist nicht erkennbar", sagte Ebnet. Im ursprünglichen Erlaubnisantrag war ein verbindliches Arbeitsprogramm festgelegt, das neben der Abteufung von Pegelbohrungen und Versuchsbrunnen zu detaillierten Erkundungen diverse andere Arbeiten vorsah. Dazu gehörten die Erstellung eines Kernbohrprogramms, geophysikalische Messungen, Laboruntersuchungen und die Erstellung eines Lagerstättenberichtes sowie einer technisch wirtschaftlichen Machbarkeitsstudie.

Bis zum heutigen Zeitpunkt habe die Mibrag allerdings lediglich einen Hauptbetriebsplan über sechs Erkundungsbohrungen eingereicht. Die Realisierung dieser Maßnahmen erfolgte jedoch erst nach zweimaliger Verlängerung der Zulassung. Auch im jetzt gestellten Antrag auf Verlängerung der Erlaubnis werde offen gelassen, bis zu welchem Zeitpunkt das 1997 für verbindlich erklärte Arbeitsprogramm vollständig abgearbeitet sein soll, sagte Ebnet.