Umstritten

Meyer verteidigt Vergünstigungen von RWE

Gegenüber der Bild-Zeit vom heutigen Montag hat CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer den Vorwurf zurückgewiesen, er habe unberechtigt Vergünstigungen von seinem vormaligen Arbeitgeber RWE erhalten. Der Politiker bezieht verbilligten Strom von der RWE und spart so etwa 1400 Euro im Jahr.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Der wegen erheblicher Stromrabatte unter Druck geratene CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, er habe von seinem früheren Arbeitgeber RWE unberechtigt Vergünstigungen erhalten. Der "Bild"-Zeitung (Montagausgabe) sagte Meyer: "Ich bin nicht anders behandelt worden als jeder andere Mitarbeiter in dem Unternehmen auch".

Der CDU-Politiker bestätigte der verbilligten Bezug von Strom, obwohl sein Arbeitsverhältnis mit der RWE-Tochter VEW seit 1999 ruhe. Den geldwerten Vorteil bezifferte er auf rund 1400 Euro im Jahr. Meyer bestritt auch nicht, ein Darlehen zum Bau seines Privathauses im westfälischen Hamm von seinem ehemaligen Arbeitgeber erhalten zu haben, das er zur Zeit noch abzahle.

Erst am Mittwoch vergangener Woche war der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Hermann-Josef Arentz von seinem Posten als Chef der CDU-Sozialausschüsse (CDA) zurückgetreten. Arentz war wegen einer Beschäftigung bei RWE in die Kritik geraten, er erhielt vom Stromkonzern RWE ein Jahresgehalt von etwa 60.000 Euro und ein Stromdeputat von 7500 Kilowattstunden jährlich - ohne Gegenleistung.