Gutachten abwarten

Meyer hält RAG-Börsengang im kommenden Jahr für wenig wahrscheinlich

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Union, Laurenz Meyer, hält den geplanten Börsengang der RAG im kommenden Jahr für wenig wahrscheinlich. Der von RAG-Chef Werner Müller geplante Termin im Jahr 2007 "wird wohl nicht zu halten sein", sagte Meyer der "Leipziger Volkszeitung".

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Leipzig/Essen (ddp/sm) - Der Meinungsbildungsprozess sei frühestens in der ersten Hälfte des kommenden Jahres abgeschlossen. Nach Angaben von Meyer wurden zwei Gutachten über die Möglichkeiten und Konsequenzen eines Börsengangs in Auftrag gegeben.

Meyer betonte, dass die Union weiter an der Atomenergie festhalten will. Angesichts der hohen Energiepreise sei ein Ausstieg "undenkbar". Er halte die Position der SPD für falsch, auch wenn die Union sie für diese Legislaturperiode akzeptieren müsse, sagte Meyer. "Aber trotzdem müssen wir uns in Deutschland zumindest auf Dauer eine Option für die Kernenergie über das Jahr 2020 offen halten."