Energiepolitik

Methling zu Energiepolitik: Schweden macht's richtig

Als sehr weitsichtig kann man Pläne der schwedischen Regierung bezeichnen, die Abhängigkeit vom Erdöl bis zum Jahr 2020 zu beenden und dabei auf eine Renaissance der Atomkraft zu verzichten. Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Wolfgang Methling, will dem Beispiel folgen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Schwerin (red) - Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling hat sich gegen eine Renaissance der Atomkraft ausgesprochen und Deutschland stattdessen aufgefordert, dem schwedischen Beispiel zu folgen. Die Skandinavier haben sich als erstes westeuropäisches Land entschieden, ihre Abhängigkeit vom Erdöl zu beenden und bis zum Jahr 2020 vollständig auf erneuerbare Energien umzusteigen. Zudem will das nordische Land auf den Neubau von Kernkraftwerken verzichten und die vorhandenen AKWs stilllegen.

Dies sei eine weitsichtige, zukunftsichernde, ökologisch und ökonomisch vernünftige Energiepolitik, teilte Methling in Schwerin mit. "Nur eine Energiepolitik, die auf erneuerbare Energien setzt, verringert die Abhängigkeit vom Erdöl und anderen fossilen Energieträgern, die nicht nur endlich sind, sondern deren Preise immer weiter steigen", führte er aus. Die Verringerung der Kohlendioxidemissionen und damit des Treibhauseffektes seien nur mit der stärkeren Nutzung regenerativer Energien möglich. Dazu gebe es keine Alternative, lautet sein Appell.

Für sein Bundesland strebt Methling bis zum Jahr 2050 an, die Strom- und Wärmeversorgung komplett aus erneuerbaren Energien zu decken. "Wir verfügen über genügend Potenziale an Wind, Biomasse, Sonne, Biogas und Geothermie. Den Atomausstieg haben wir in Mecklenburg-Vorpommern bereits vor 16 Jahren vollzogen und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien gehört seit acht Jahren zu den Schwerpunkten unserer auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichteten Umweltpolitik."