Klare Worte

Methling fordert von Timm klare Position zum Steinkohlekraftwerk

Linksfraktionschef in Mecklenburg-Vorpommer, Wolfgang Methling, hat den umweltpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Gottfried Timm, zu einer eindeutigen Positionierung zum umstrittenen Steinkohlekraftwerk in Lubmin aufgefordert.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwerin (ddp-nrd/sm) - Timm müsse sich entscheiden, ob er entweder gegen das Kraftwerk oder für den "windelweichen, nicht durchsetzbaren Formelkompromiss" der SPD sei, sagte Methling. "Ein bisschen schwanger" gehe nicht, fügte der Ex-Umweltminister hinzu.

Timm hatte am Freitagabend auf einer Mitgliederversammlung der Rügen-SPD in Bergen seine Partei zur Teilnahme an der Volksinitiative gegen das geplante Steinkohlekraftwerk aufgerufen. Zugleich kritisierte der frühere Innenminister, dass sich Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) zu wenig für die im Herbst von der SPD geforderte Halbierung der Kraftwerkskapazität einsetze.

Der dänische Energiekonzern Dong Energy plant den Bau eines Steinkohlekraftwerks mit zwei Blöcken mit jeweils 800 Megawatt Leistung am Industriehafen Lubmin. Das rund zwei Milliarden Euro teure Kraftwerk soll 2012 ans Netz gehen und vorrangig Kohle verstromen, die auf dem Seeweg importiert wird. Umweltschützer und Anwohner fürchten Imageschäden, den Zusammenbruch des Tourismusgewerbes auf Usedom und Rügen sowie negative Umweltauswirkungen für den Greifswalder Bodden.