Laufzeitverlängerung

Merkel wirbt weiter für längere Nutzung der Atomenergie

Die Bundeskanzlerin wirbt weiter für längere Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke. Die Kernenergie liefere ein Drittel der Stromversorgung, und das in zwölf Jahren zu ändern, halte sie für falsch, sagte Merkel im ARD-Sommerinterview des "Berichts aus Berlin". Dass auch in der SPD darüber diskutiert werde, habe deren Vordenker Erhard Eppler gezeigt.

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Berlin (ddp/sm) - Die Kanzlerin räumte ein, dass Uran als Kernbrennstoff nur begrenzt verfügbar sei. Deshalb müsse weiter in erneuerbare Energien investiert und Energie gespart werden.

Mit Blick auf die ungelöste Frage atomarer Endlager spielte Merkel den Ball der SPD zu: "Das liegt weniger an uns, dass wir die Endlagerfrage nicht lösen", sagte die Kanzlerin. "Wir arbeiten dran, aber die Sozialdemokraten denken sich da halt immer wieder neue Dinge aus."